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Banken und Gebühren
Die Kosten für Girokonten werden immer attraktiver. Mehr als 40 Banken verzichten bei mindestens einem ihrer Konten auf die Kontoführungsgebühr.
Vor einigen Jahren haben fast ausschließlich Direktbanken Gratis-Konten angeboten. Heute locken auch klassische Filialbanken mit kostenlosen Girokonten. Auch Sparkassen und Genossenschaftsbanken ziehen mit vergleichbaren Angeboten nach.
Nicht nur Top-Kunden profitieren von dem allgemeinen Gebührenverzicht, nur noch wenige Institute verlangen einen regelmäßigen Geldeingang von mindestens 1.000 bis 1.500 Euro pro Monat. Bei den meisten Banken spielt das Einkommen keine Rolle mehr. Einige Institute zahlen für das Guthaben auf den Girokonten sogar Zinsen.
Für Bankkunden können vermeintliche Gratiskonten trotzdem teuer werden. Etwa dann, wenn sie ihr Konto überziehen. Die Dresdner Bank verlangt für den Dispokredit 13,75 Prozent. Überzieht der Kunde das Limit, steigt der Satz auf beachtliche 18,75 Prozent. Zum Vergleich: Die günstigste Direktbank nimmt weniger als sieben Prozent.
Mindestens ebenso ärgerlich wie hohe Dispozinsen sind Gebühren, die Kunden oft erst nach Abschluss des Kontos entdecken. Deshalb Augen auf: Denn für traditionelle Überweisung per Papierformular nehmen einige Gratis-Anbieter Gebühren, pro Buchungsvorgang werden bis zu drei Euro fällig. Wer am fremden Automaten sein Geld zieht, zahlt sogar bis zu 7,50 Euro an seine Hausbank. Auch bei den Kontoauszügen halten manche Banken ihre Kunden auf Trab. Wer nicht innerhalb von drei Monaten oder nach 180 Buchungen seinen Auszug am Automaten zieht, erhält ihn per Post. Einige Banken verlangen dafür fünf Euro.